Zentrumsbelebung und strategisches Leerstandsmanagement

Wir befinden uns in einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungsprozess. Durch die Ausweitung von Einkaufsstandorten und der Etablierung des Internets in vielen Lebensbereichen hat sich das Zusammenleben in unseren Städten und Dörfern gewandelt.

Am sichtbarsten ist das oft in einer Zunahme von Leerständen in den historischen Zentren. Dies führt innerhalb der Bevölkerung zu einer Verunsicherung und zur Ausdünnung des sozialen Lebens. Deswegen ist es wichtig unmittelbare Maßnahmen in diesem Bereich zu setzen.

ZIELE

 

Durch einen begleiteten und umfassenden Zentrumsentwicklungsprozess mit starker Beteiligungsqualität können Impulse zur Aufwertung der Zentrumslagen geschaffen werden.

So ist es möglich die Lebensqualität, die Attraktivität und die Wirtschaftskraft zu erhalten bzw. zu verbessern. Dafür braucht es eine Vision für die künftige Entwicklung, kurz-, mittel- und längerfristige Strategien und Maßnahmen sowie personelle und finanzielle Ressourcen für eine entsprechende Umsetzung.

In vielen Städten gibt es Studien, Konzepte und Arbeitspapiere die „in der Schublade“ ruhen. Auf diesen Vorarbeiten wird aufgebaut und es wird umgesetzt.

ERFAHRUNGEN

 

Grundsätzlich geht es darum, ein umfassendes und fundiertes Problembewusstsein zu schaffen.

Die Herausforderungen in historischen Ortszentren mit einer Abnahme der Geschäfte und der Zunahme von Leerständen sind weder Zufälle noch Einzelfälle. Vielmehr bedingen sich unterschiedliche Faktoren und führen zu einer negativen Entwicklung.

Durch die Schaffung von neuen Impulsen und den Beiträgen vieler Einzelner können neue Entwicklungen initiiert werden. Vernetzung von handelnden AkteurInnen ist ein wesentlicher Schritt, um die Menschen in ihren Vorhaben und Ideen zu bestärken und ein „Wir-Gefühl“ für den Ort zu entwickeln.

Fokus Strategisches Leerstandsmanagement

Über die letzten Jahrzehnte hat sich ein schleichender Wandel in unseren Ortszentren vollzogen: Zersiedelung, Supermärkte auf der grünen Wiese und Erhöhung des KFZ-Verkehrs haben die Attraktivität historischer Zentren gemindert und zu Problembündeln geführt, welche die Gemeinden und Städte vor große Herausforderungen stellen.

Leerstehende Gewerbelokale und Wohnungen in aussterbenden Ortskernen führen zu einer sich selbst verstärkenden negativ wirksamen Entwicklungsspirale. Dadurch steigt in der Bevölkerung die Verunsicherung über die Zukunft des Lebens in den Gemeinden und Städten und gesellschaftliche Treffpunkte gehen verloren. Dorf- und Stadtkerne bilden die eigentliche Basis und den historischen Ausgangspunkt unserer Gemeinden und Städte.

Durch einen umfassenden, inklusiven Entwicklungsprozess mit starker Beteiligungsqualität können Impulse zur Aufwertung dieser Standorte gelegt werden.

Stadt- und Kommunalentwicklung hat die Aufgabe, die Lebensqualität, die Attraktivität und die Wirtschaftskraft einer Innenstadt zu erhalten bzw. zu verbessern. Dies erfordert eine Vision der Entwicklung, kurz-, mittel- und längerfristiger Strategien sowie personelle und finanzielle Ressourcen für eine entsprechende Umsetzungen.

Folgen von Leerstand

für EigentümerInnen

 

Ausbleiben der Mieteinnahmen und zusätzliche Folgekosten durch Leerstand

Verfallserscheinungen, Feuchtigkeits- und Vandalismusschäden

Image- und Wertverlust

für den Ort (Spirale eines Verödungsprozesses)

 

Straßenräume entleeren sich, Nahversorgung ist nicht gewährleistet,
Gastronomie sperrt zu (Leerstandsspirale wirkt negativ)

Mangelnde Auslastung von bestehenden Infrastruktureinrichtungen bei gleichzeitiger Tendenz zur Errichtung neuer Infrastrukturen

Vermindertes Potential für soziale Interaktionen und Gemeinschaftsleben

Degradiertes Stadt- /Ortsbild und Imageverlust

Zerstörung von baukulturellem Kapital und ge„wohntem“ Umfeld

Gleichzeitige Erweiterung der Siedlungsgebiete: zusätzlicher Flächenverbrauch

Bisherige Strategien in der Ortsentwicklung zielten zumeist auf sektorale Lösungsansätze ab, wie zum Beispiel eine Entwicklung des Handels. Dies war zumeist nur bedingt erfolgreich. Vielmehr geht es darum, die einzelnen Bereiche zu vernetzen und unmittelbare Impulse zu setzen.

Für viele Städte und Gemeinden gibt es zahlreiche Studien, Konzepte und Arbeitspapiere die „in der Schublade“ liegen. Dies führt zur Demotivation und Resignation vieler BürgerInnen und handelnden Personen.

Unsere Erfahrung zeigt: Es ist entscheidend die aktiven Personen in einer Stadt/Gemeinde zu identifizieren, diese untereinander zu vernetzen und aus einem Beteiligungsprozess heraus in eine direkte Umsetzung zu gehen.

Ziele im Strategischen Leerstandsmanagement

Der Aufbau eines beständigen Leerstandsmanagements auf kommunaler bzw. regionaler Ebene erfolgt in enger Abstimmung mit den anderen Aktivitäten. Das Leerstandsmanagement dient als niederschwellige Anlauf-, Kontakt- und Informationsdrehscheibe für InteressentInnen und AnbieterInnen.

Aktivierung und Umsetzungsmaßnahmen

Durch einen umfassenden Stadtentwicklungsprozess mit starker Beteiligungsqualität können Impulse zur Aufwertung dieser Standorte gelegt werden.

Die Aufgabe ist es, die Lebensqualität, die Attraktivität und die Wirtschaftskraft einer Innenstadt zu erhalten bzw. zu verbessern.

Dies erfordert eine Vision für die künftige Entwicklung und  konkrete Strategien und Maßnahmen für eine Umsetzung. In vielen Städten gibt es Studien, Konzepte und Arbeitspapiere die „in der Schublade“ ruhen.

Auf diesen Vorarbeiten wird aufgebaut.